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Weizen/Reiskornlegende
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Obwohl
die Schachgeschichte schon sehr weit erforscht
ist, ist die von Anfängerbuch zu Anfängerbuch
wandernde Legende zur Entstehung des Schachspiels
fast jedem Schachspieler bekannt. Unklar ist
allerdings, ob es sich um eine "Weizen-"
oder "Reiskornlegende" handelt.
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Die
Legende
Ein weiser Inder hatte das Schachspiel erfunden
und schenkte es seinem König. Von der Freude und
der Zerstreuung, die ihm das Spiel bereitete,
war er so begeistert, dass er den Weisen zu sich
rief und ihm einen Wunsch erfüllen wollte. Der
Weise äußerte die Bitte, die er sich schon vor
der Erfindung überlegt hatte: Er verlangte, dass
man auf das erste Feld des Schachbretts ein Weizenkorn
legte, auf das zweite zwei Körner, auf das dritte
vier Körner und so weiter, jeweils doppelt so
viel bis zum 64. Feld. Der mächtige König fühlte
sich durch diese bescheidene Bitte verspottet
und drohte dem Weisen den Kopf abzuschlagen, wenn
er nicht etwas Wertvolleres forderte. Als dieser
aber lächelnd auf seiner Bitte beharrte, befahl
der König dem Verwalter der Kornkammer, die benötigten
Weizenkörner zu besorgen. Achselzuckend wunderte
sich der König über den Erfinder, den er für trottelig
hielt, und vergaß die Geschichte mit der Zeit.
Irgendwann kam jedoch der Verwalter völlig verzweifelt
zurück und berichtete, dass die Vorräte nicht
einmal für das 23. Feld reichen würden und dass
es in der ganzen Welt nicht genug Körner gäbe,
um den Wunsch zu erfüllen.
Den Gebrüdern Grimm nach machte der König "Augen
wie Wagenräder" ... Und tatsächlich, 18 Trillionen
446 Billiarden 744 Billionen 73 Milliarden 709
Millionen 551 Tausend und 615 Körner würden reichen,
um ganz England mit einer 12 Meter dicken Schicht
Weizen zu bedecken.
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