Entstehungsgeschichte
Schach
gilt als eines der schwierigsten Spiele der
Welt und wird teilweise sogar als das tiefgründigste
und gerechteste Spiel bezeichnet. Dabei ist
auch die sehr vielfältige Entstehungsgeschichte
des Schachspiels nicht uninteressant.
Die
genauen Ursprünge des Schachspiels sind
unbekannt. Man nimmt an, dass das sogenannte
"Urschach" im 1. Jahrtausend vor Christus
in Indien entstand. Auch in ägyptischen
Gräbern dieser Epoche konnten Spielbretter
mit weißen und schwarzen Feldern und unterschiedlich
geformte Figuren gefunden werden.
Sicher ist jedenfalls, dass das Spiel während
der mohammedanischen Eroberungskriege von Indien
über Persien an die Araber gelangte. Als
diese im 8. Jahrhundert nach Christus in Spanien
einfielen, erreichte das Spiel auch Europa.
Als Karl der Große 800 zum Keiser gekrönt
wurde, war am Hof schon ein Spiel bekannt, dass
sich zwar noch klar vom heutigen Schach unterschied,
aber bereits eindeutig als Schach zu erkennen
ist. Die folgende Schachgeschichte ist zunehmend
gut dokumentiert. Im ganzen Mittelalter waren
arabische Meister führend und gleichzeitig
die ersten, die sich Schachaufgaben ausdachten
und über das Spiel schrieben. Erste europäische
Meisterspieler tauchten in Italien und Spanien
während der Renaissance auf. Der Überlieferung
nach spielte ein Spieler names Bizzecca Ende
des 13. Jahrhunderts in Florenz simultan drei
Partien blind. Mit der Erfindung des Buchdrucks
wurde zweihundert Jahre später das erste
Schachbuch der Welt gedruckt. Das erste deutsche
Schachbuch wurde vom damaligen Herzog von Braunschweig
geschrieben und erschien 1616.
Der
Franzose Philidor gilt als Begründer der
modernen Schachgeschichte. Der hauptberufliche
Musiker lebte in der zweiten Hälfte des
18. Jahrhunderts in Paris. Seinen Zeitgenossen
war Philidor im Spielverständnis um 100
Jahre voraus. Das erste große Schachturnier,
an dem die führenden Meister teilnahmen,
fand 1851 in London statt.
Der erste Schachweltmeister wurde Steinitz 1866.
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