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Der
"Schachautomat"
Die
bekannten Redewendungen "eine Türken
bauen" oder "Das ist getürkt."
sind nicht etwa diskriminierende Floskeln, sondern
Sprüche, die auf einen sächsischen
Adligen zurückführen, der im 18. Jahrhundert
ganz Europa mit einem Schachautomaten getäuscht
hat.
| Der
Dichter und Hofrat Baron Wolfgang von Kempelen
(1734 - 1804) gilt bis heute als Erfinder
bedeutender "Rokoko-Hightech-Maschinen".
Dazu gehört auch der erste Schachautomat
der westlichen Welt, den er 1769 am Wiener
Hof der Öffentlichkeit präsentierte.
Er nannte seine angeblich denkende Maschine
"den Türken". Denn vor der
Kiste mit dem Schachbrett saß eine
lebensgroße, prunkvoll osmanisch gekleidete
Puppe. Von Kempelen behauptete, dass das
Geheimnis seiner Maschine allein in der
komplexen Zahnrad-Mechanik im Innern der
Kiste lag. |
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Die
Schnelligkeit, mit der der Türke fast
jeden guten Spieler seiner Zeit (darunter
auch Napoleon I.) besiegte, ließen
allerdings Zweifel aufkommen. Auch heutzutage
würden Schach-Profis und Computerexperten
natürlich an dieser Erklärung zweifeln.
Der Trick an der Maschine war, dass sich
ein Kleinwüchsiger im Gehäuse
der Maschine versteckte. Über eine
mechanische Steuerung konnte er seine Schachfiguren
mit dem Arm der "Türken-Puppe"
bewegen. Dem Spielstand folgte er, indem
er in geschickt angeordnete Spiegel blickte,
wie sie auch von Zauberkünstlern verwendet
wurden. |
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09.9.-12.9.2010
NDJMM in
Magdeburg
und Berlin
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