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Räuberschach
Die wohl bekannteste Variation überhaupt: Bei
jedem Zug muss - soweit möglich - ein Stein des
Gegners geschlagen werden. Gewonnen hat, wer als
erster alle Figuren verloren hat oder Patt gesetzt
wird. Bei mehreren Schlagmöglichkeiten kann eine
Möglichkeit ausgewählt werden. Auch der König
kann geschlagen werden. Die Gangart der Figuren
bleibt gleich. Obwohl man im Zusammenhang mit
Räuberschach oft Sprüche wie "Hier kann sogar
Person XY mal gewinnen." hört, muss man ein
bisschen nachdenken ...
Arabisches Schach
Schach mit den Regeln, wie sie zur ersten Blütezeit
des Schach im 10. Jahrhundert gespielt wurden.
Der Läufer zieht genau zwei Felder diagonal und
springt dabei über Steine, die ein Feld entfernt
sind. Weiterhin fehlt der Doppelschritt des Bauern,
die Dame zieht und schlägt lediglich ein Feld
diagonal. Dadurch wird der Wert der Figuren massiv
verändert.
Würfelschach
Vor einem Zug würfelt ein Spieler, mit welcher
Figur er ziehen darf. Dabei gilt die Zuordnung
1=Bauer, 2=Springer, 3=Läufer, 4=Turm, 5=Dame,
6=König. Wer eine Zahl würfelt, mit der er nicht
ziehen kann, hat Pech gehabt und der Gegner ist
wieder dran. Schach und Matt sind aufgehoben,
die Partie ist erst dann beendet, wenn ein Spieler
den König seines Gegners schlägt. "Hier kann
sogar Person XY gewinnen" :D
Zylinderschach
Im Zylinderschach kommt eine komplizierende
Regel zu den normalen Regeln dazu. Die Brettenden
mit den Linien h1-h8 und a1-a8 werden durchbrochen.
Figuren können durch die Brettenden durchziehen
und kommen entsprechend ihrer Gangart auf der
anderen Brettseite wieder raus. Beispiele: Lc2
durchbricht das Brettende auf a4 und taucht auf
h5 wieder auf. Oder - Springer zieht von h3 nach
a5.
Geisterschach
Beim Geisterschach wird außer den beiden Spielern
ein Ansager/Schiedsrichter benötigt. Beide Spieler
spielen an einem eigenen Brett, auf dem nur ihre
eigenen Steine aufgebaut sind. Sie können das
Brett der Gegner nicht sehen, wissen also nicht,
was dieser zieht. Die Gangart der Figuren bleibt
unverändert. Der Schiedsrichter sieht sich beide
Bretter an und überprüft nach jedem Zug, ob er
möglich ist und untersagt ihn gegebenenfalls.
Wenn eine Figur geschlagen wird, nimmt er sie
beim Betroffenen vom Brett und zeigt sie dem anderen
Spieler. Bei Schachgeboten gibt der Schiedsrichter
dem im Schach stehenden Spieler einen Hinweis.
Man spielt Geisterschach also wie normales Schach
mit der Einschränkung, dass man die gegnerischen
Figuren nicht sieht. Beispiel für einen Partieanfang:
Die Züge e4 - e5, Sf3 - Sc6, Lc4 - Lc5, Sg5 geschehen.
Schwarz weiß zwar nicht, dass ein Springer auf
g5 steht, zieht aber trotzdem zufällig Dxg5. Der
Schiedsrichter nimmt daraufhin den weißen Springer
vom Brett des Weißspielers.
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